Download-Manager im Browser nutzen
Jeder aktuelle Browser hat einen eingebauten Download-Manager: In Chrome und Edge öffnen Sie ihn mit Strg + J, in Firefox mit Strg + Umschalt + Y, in Safari mit ⌥ + ⌘ + L. Dort pausieren und fortsetzen Sie Downloads, öffnen den Speicherort und geben blockierte Dateien gezielt frei. Ein zusätzliches Download-Programm brauchen Sie in aller Regel nicht.
Download-Manager öffnen
| Browser | Tastenkürzel | Adresse / Menü |
|---|---|---|
| Google Chrome | Strg + J | chrome://downloads oder ⋮ › Downloads |
| Microsoft Edge | Strg + J | edge://downloads oder ⋯ › Downloads |
| Firefox | Strg + Umschalt + Y | about:downloads oder Download-Pfeil in der Symbolleiste |
| Safari (Mac) | ⌥ + ⌘ + L | Download-Symbol in der Symbolleiste |
| Chrome (Android) | – | ⋮ › Downloads |
| Safari (iPhone) | – | Pfeilsymbol in der Adressleiste während des Downloads; danach App Dateien |
Die Liste zeigt jede Datei mit Name, Herkunfts-Website und Status. Über den Eintrag gelangen Sie direkt zum Speicherort – nützlich, wenn eine Datei nicht im erwarteten Ordner liegt (Download-Ordner finden).
Pausieren, fortsetzen, abbrechen
- Chrome: Auf der Seite
chrome://downloadsstehen unter einem laufenden Download die Schaltflächen Pausieren und Abbrechen, bei pausierten Downloads Fortsetzen. Ist ein Download fehlgeschlagen, erscheint Wiederholen. - Edge: Im Download-Bereich bewegen Sie die Maus über den Eintrag und nutzen das Pausensymbol bzw. das Drei-Punkte-Menü.
- Firefox: Rechtsklick auf den Download › Pausieren bzw. Fortsetzen. Fehlgeschlagene Downloads starten Sie mit dem Pfeilsymbol neu.
- Safari: Das X-Symbol stoppt den Download, das Pfeilsymbol setzt ihn fort.
Fortsetzen klappt nur, wenn der Server es unterstützt. Viele Download-Server tun das, zeitlich begrenzte Links aus Cloud-Diensten oder Shops dagegen nicht immer – dann beginnt der Download von vorn. Pausieren hilft vor allem, wenn Sie die Leitung kurz für etwas anderes brauchen; bei grundsätzlich langsamen Downloads lesen Sie besser Download zu langsam.
Wichtige Einstellungen
Speicherort und Nachfrage
In allen Browsern legen Sie in den Einstellungen unter Downloads fest, wo Dateien landen und ob der Browser jedes Mal fragen soll. Die Menüpfade im Einzelnen stehen in der Anleitung zum Download-Ordner. Wer große Dateien regelmäßig auf ein anderes Laufwerk lädt, spart sich damit späteres Verschieben und schont ein knappes Systemlaufwerk (Speicherplatz schaffen).
PDFs herunterladen statt anzeigen
- Chrome:Einstellungen › Datenschutz und Sicherheit › Websiteeinstellungen › Zusätzliche Inhaltseinstellungen › PDF-Dokumente › PDFs herunterladen.
- Firefox:Einstellungen › Allgemein › Anwendungen, bei „Portable Document Format (PDF)“ die gewünschte Aktion wählen. Dort legen Sie auch für andere Dateitypen fest, ob Firefox sie öffnet oder speichert.
Mehrere Downloads auf einmal
Startet eine Seite mehrere Downloads hintereinander, fragt Chrome nach, ob die Website mehrere Dateien herunterladen darf. Erlaubt oder blockiert wird das dauerhaft unter Einstellungen › Datenschutz und Sicherheit › Websiteeinstellungen › Zusätzliche Berechtigungen › Automatische Downloads. Lassen Sie die Voreinstellung „Fragen“ aktiv und erlauben Sie es nur vertrauenswürdigen Seiten.
Safari: Dateien nicht automatisch öffnen
Unter Safari › Einstellungen › Allgemein öffnet die Option „Sichere“ Dateien nach dem Laden öffnen Downloads automatisch. Bequemer, aber riskanter: Schalten Sie sie aus, wenn Sie selbst entscheiden möchten, was geöffnet wird.
Blockierte Downloads gezielt erlauben
Browser blockieren Dateien, die als schädlich bekannt sind, und warnen bei Dateien, die selten heruntergeladen werden. Nicht jede Warnung bedeutet einen Virus – auch neue Versionen kleiner Programme lösen sie aus. Prüfen Sie vor dem Freigeben, ob Sie die Datei wirklich von der offiziellen Quelle haben.
- Chrome: Öffnen Sie
chrome://downloads. Beim blockierten Eintrag finden Sie über das Drei-Punkte-Menü bzw. den Eintrag selbst eine Option wie Behalten oder Unsichere Datei herunterladen. Bei Dateien, die Chrome als bekannte Schadsoftware einstuft, gibt es diese Möglichkeit bewusst nicht. - Edge: Im Download-Bereich auf ⋯ › Beibehalten klicken. Es erscheint ein SmartScreen-Hinweis; unter Mehr anzeigen steht Trotzdem beibehalten.
- Firefox: Rechtsklick auf den blockierten Download › Download erlauben.
Eine Warnung bei einer Datei von einer Download-Seite, die Sie über Werbung erreicht haben, ist ein ernstes Signal. Löschen Sie die Datei und laden Sie das Programm direkt beim Hersteller. Lassen Sie freigegebene Dateien zusätzlich prüfen: Datei auf Viren prüfen.
Brauche ich einen separaten Download-Manager?
Für die meisten Nutzer nicht. Früher boten eigene Programme Vorteile beim Fortsetzen abgebrochener Downloads und durch parallele Verbindungen. Heute können Browser selbst pausieren und fortsetzen, und schnelle Leitungen machen parallele Verbindungen meist überflüssig.
Vorsicht ist bei „Download-Managern“ geboten, die Ihnen Webseiten vor dem eigentlichen Download aufdrängen: Häufig sind das Installer mit Werbung und Zusatzsoftware, die ein gefälschter Button ausgeliefert hat (Fake-Download-Buttons erkennen). Seriöse Plattformen wie Steam oder die Launcher der Spielehersteller bringen eigene Download-Funktionen mit, die Sie direkt nutzen.
Häufige Fragen
Laufen Downloads weiter, wenn ich den Browser schließe?
Nein. Chrome, Edge und Firefox warnen beim Schließen, dass laufende Downloads abgebrochen werden. Je nach Server lassen sie sich nach dem Neustart in der Download-Liste fortsetzen.
Läuft ein Download im Standby weiter?
Am PC und Mac nicht, sobald der Rechner in den Energiesparmodus wechselt. Stellen Sie für große Downloads den automatischen Standby vorübergehend länger ein oder halten Sie das Gerät aktiv.
Wie entferne ich einen Eintrag aus der Download-Liste?
In Chrome und Edge über das X bzw. „Aus Liste entfernen“ am Eintrag, in Firefox per Rechtsklick. Die Datei selbst bleibt dabei auf dem Gerät gespeichert.
Warum zeigt der Browser „Unsicherer Download“ bei einer HTTP-Seite?
Wird eine Datei über eine unverschlüsselte Verbindung geladen, könnte sie unterwegs verändert werden. Suchen Sie nach einer HTTPS-Downloadquelle des Herstellers, statt die Warnung zu übergehen.