MP3 legal herunterladen: Shops, Künstlerseiten und freie Archive

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MP3-Dateien bekommen Sie legal auf zwei Wegen: gekauft in Download-Shops wie Bandcamp, Amazon oder dem iTunes Store – dann gehören sie Ihnen ohne Abo – oder kostenlos aus Archiven mit frei lizenzierter Musik wie Free Music Archive oder Jamendo. Seiten, die aktuelle Charts gratis als MP3 anbieten, und YouTube-Konverter sind dagegen riskant.

Datei statt Streaming: wann es sich lohnt

Streaming-Downloads bei Spotify oder Apple Music sind verschlüsselt und verschwinden, wenn Sie das Abo kündigen. Eine gekaufte Datei behalten Sie dauerhaft. Das lohnt sich, wenn Sie:

Download-Shops im Überblick

ShopFormateBesonderheit
Bandcamp (bandcamp.com)MP3, FLAC, WAV u. a.Direkt von Künstlern und Labels, oft „Preis selbst wählen“. Anleitung: Bandcamp
Amazon (amazon.de, Bereich Digitale Musik)MP3Großer Mainstream-Katalog, Download über die Amazon-Music-App
iTunes Store (Apple)AAC (.m4a)Kein MP3, aber ebenfalls ohne Kopierschutz; Kauf in der iTunes- bzw. Musik-App
Qobuz (qobuz.com)MP3, FLAC bis Hi-ResStark bei Klassik, Jazz und hochauflösenden Aufnahmen
Beatport (beatport.com)MP3, WAV, AIFFElektronische Musik, auf DJs ausgerichtet

AAC aus dem iTunes Store klingt bei gleicher Dateigröße mindestens so gut wie MP3 und läuft auf fast allen modernen Geräten. Nur sehr alte MP3-Player oder Autoradios brauchen echtes MP3.

Kostenlos und legal: freie Archive

Diese Plattformen bieten Musik, die die Urheber ausdrücklich zum kostenlosen Download freigegeben haben. Es handelt sich überwiegend um unabhängige Künstler – Chart-Hits finden Sie hier nicht.

Wollen Sie die Musik nicht nur hören, sondern in eigenen Videos oder Podcasts nutzen, beachten Sie die jeweilige Lizenz – mehr dazu unter Lizenzfreie Musik herunterladen.

Direkt beim Künstler

Viele Bands bieten auf ihrer eigenen Website, im Newsletter oder über SoundCloud einzelne Songs kostenlos an, oft als Dankeschön für die Anmeldung. Achten Sie darauf, dass Sie wirklich auf der offiziellen Seite sind (Link aus dem verifizierten Social-Media-Profil der Band) und dass die heruntergeladene Datei auf .mp3 oder .zip endet. Wie Sie freigegebene SoundCloud-Tracks laden, steht unter SoundCloud-Songs herunterladen.

Eigene CDs in MP3 umwandeln

Ihre gekauften Audio-CDs dürfen Sie für den privaten Gebrauch in MP3 umwandeln („rippen“) – das deckt die Privatkopie nach § 53 UrhG ab. Ausnahme: Hat die CD einen wirksamen Kopierschutz, dürfen Sie ihn nach § 95a UrhG nicht umgehen. Unter Windows funktioniert das Rippen mit dem vorinstallierten Windows Media Player bzw. der Medienwiedergabe-App, auf dem Mac mit der Musik-App. Details: Ist eine Privatkopie erlaubt?

Finger weg: diese Quellen sind riskant

Gratis-Charts, Tauschbörsen und Konverter

Seiten mit „aktuellen Charts kostenlos als MP3“ bieten fast immer offensichtlich rechtswidrige Kopien an. Der Download ist dann nicht von der Privatkopie gedeckt. Bei Tauschbörsen und Torrents laden Sie die Dateien zugleich hoch – das führt in Deutschland regelmäßig zu teuren Abmahnungen, siehe Abmahnung wegen Filesharing. YouTube-zu-MP3-Konverter verstoßen gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube und arbeiten oft mit Weiterleitungen, Werbung und Schadsoftware.

Ein weiteres Warnzeichen: Eine angebliche MP3-Datei kommt als .exe, .msi oder in einem passwortgeschützten Archiv. Löschen Sie solche Dateien sofort. Allgemeine Rechtsfragen beantwortet Ist Herunterladen legal?

Häufige Fragen

Kann ich gekaufte MP3s auf das Handy übertragen?

Ja, ohne Einschränkung. Auf Android kopieren Sie sie einfach in den Ordner „Music“, aufs iPhone gelangen sie über die Synchronisierung mit Mac oder PC. Anleitungen: Musik auf Android laden und Musik auf das iPhone laden.

Welche Bitrate sollte ich wählen?

320 kbit/s oder „V0“ ist für MP3 die beste Wahl. Geringere Bitraten sparen Platz, können aber bei guten Kopfhörern hörbar schlechter klingen.

Darf ich gekaufte MP3s an Freunde weitergeben?

Einzelne Kopien für enge Freunde oder Familienmitglieder fallen nach herrschender Meinung noch unter die Privatkopie. Das Hochladen in Tauschbörsen, Cloud-Ordner mit öffentlichem Link oder Gruppen-Chats mit vielen Unbekannten ist dagegen nicht erlaubt.