Lizenzfreie Musik herunterladen für Videos, Podcasts und Präsentationen
Lizenzfreie Musik für YouTube-Videos, Podcasts oder Präsentationen finden Sie kostenlos in der YouTube Audio-Mediathek, bei Pixabay, im Free Music Archive oder bei Komponisten wie Kevin MacLeod; Abo-Bibliotheken bieten mehr Auswahl und klare Lizenzen gegen Gebühr. Entscheidend ist immer die konkrete Lizenz: Sie legt fest, ob Namensnennung nötig ist und ob kommerzielle Nutzung erlaubt ist.
Was „lizenzfrei“ bedeutet
„Lizenzfrei“ (royalty-free) heißt: Sie zahlen einmal oder gar nicht und dürfen die Musik danach im erlaubten Rahmen beliebig oft nutzen, ohne pro Aufruf oder Ausstrahlung zu bezahlen. Die Musik bleibt urheberrechtlich geschützt. Nicht zu verwechseln mit:
- GEMA-frei: Die Rechte werden nicht von der GEMA wahrgenommen. Lizenzfreie Musik kann trotzdem GEMA-pflichtig sein. Details unter GEMA-freie Musik herunterladen.
- Gemeinfrei: Die Schutzfrist ist abgelaufen. Das gilt für Kompositionen alter Meister, aber fast nie für deren Aufnahmen – Interpreten und Tonträgerhersteller haben eigene Schutzrechte.
Kostenlose Quellen im Vergleich
| Quelle | Lizenz | Namensnennung | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| YouTube Audio-Mediathek (in YouTube Studio) | Eigene Bedingungen, je Titel gekennzeichnet | Bei manchen Titeln Pflicht | YouTube-Videos, auch monetarisiert |
Pixabay Music (pixabay.com/music) | Pixabay-Lizenz | Nicht nötig | Videos, Präsentationen, Social Media |
Free Music Archive (freemusicarchive.org) | Je Titel, meist Creative Commons | Meist Pflicht | Je nach Lizenz |
Incompetech (incompetech.com, Kevin MacLeod) | CC BY | Pflicht (oder Lizenz kaufen) | Videos, Podcasts, Spiele |
ccMixter (ccmixter.org) | Creative Commons, oft Remixe | Pflicht | Podcasts, Hintergrundmusik |
Musopen (musopen.org) | Gemeinfrei bzw. CC | Je nach Aufnahme | Klassik für jeden Zweck |
Die YouTube Audio-Mediathek erreichen Sie in YouTube Studio › Audio-Mediathek. Die Bedingungen richten sich vor allem an YouTube-Videos; für andere Plattformen lesen Sie die Hinweise zum jeweiligen Titel. Kostenpflichtige Abo-Bibliotheken wie Epidemic Sound oder Artlist decken meist mehrere Plattformen ab und erleichtern die Freigabe bei YouTube; prüfen Sie aber, ob die Lizenz nach Abo-Ende für bereits veröffentlichte Videos weitergilt.
Creative Commons: was für Videos funktioniert
| Lizenz | Im Video nutzbar? |
|---|---|
| CC0 | Ja, ohne Bedingungen |
| CC BY | Ja, mit Namensnennung |
| CC BY-SA | Ja, aber Ihr Video muss ebenfalls unter CC BY-SA stehen |
| CC BY-NC | Nur nicht kommerziell – nicht für Werbung, Firmenvideos, monetarisierte Kanäle |
| CC BY-ND | Nein: Das Unterlegen eines Videos mit Musik gilt in den CC-4.0-Lizenzen als Bearbeitung, die ND ausschließt |
Die Namensnennung sollte Titel, Künstler, Quelle und Lizenz enthalten, etwa in der Videobeschreibung: Musik: „Titel“ von Künstler (Quelle), Lizenz CC BY 4.0.
Je nach Einsatzzweck
- YouTube, Instagram, TikTok: Die Plattformen bieten eigene Musikbibliotheken, deren Titel aber oft nur innerhalb der App lizenziert sind. Ein in Instagram mit Musik versehenes Reel dürfen Sie nicht einfach mit derselben Musik auf YouTube hochladen.
- Podcasts: Achten Sie darauf, dass die Lizenz Audio-Veröffentlichungen und den Vertrieb über Podcast-Plattformen abdeckt. Für Intro und Outro lohnt eine Abo- oder Kauflizenz. Schneiden können Sie Ihren Podcast mit Audacity; Grundlagen zum Hören und Abonnieren unter Podcasts herunterladen.
- Präsentationen und Schule: Im Unterricht erlaubt das Urheberrecht (§ 60a UrhG) die Nutzung kleiner Teile von Werken. Für eine öffentliche Firmenpräsentation oder Messe brauchen Sie dagegen eine passende Lizenz, ggf. auch GEMA-Anmeldung.
- Hochzeits- und Urlaubsvideos: Privat im Familienkreis gezeigt, ist die Musikwahl meist unproblematisch. Sobald Sie das Video online stellen, gelten die oben genannten Regeln.
Für die Bildspur gelten die gleichen Grundsätze, siehe Lizenzfreie Videos herunterladen.
Content-ID-Ansprüche auf YouTube
Auch bei korrekt lizenzierter Musik kann YouTubes Content-ID-System einen Anspruch melden – etwa, weil der Künstler seine Musik zusätzlich über einen Vertrieb registriert hat. Ihr Video bleibt online, aber Werbeeinnahmen gehen an den Anspruchsteller. Öffnen Sie dann in YouTube Studio unter Inhalte den Hinweis in der Spalte Einschränkungen, legen Sie Einspruch ein und verweisen Sie auf Ihre Lizenz. Abo-Bibliotheken bieten oft eine Freigabe („Whitelisting“) Ihres Kanals an, die solche Ansprüche verhindert.
Lizenz sauber dokumentieren
- Speichern Sie beim Download einen Screenshot der Titelseite mit Lizenzangabe und Datum.
- Bewahren Sie Lizenzzertifikate oder Rechnungen von Abo-Bibliotheken auf, mit Titel- und Projektzuordnung.
- Notieren Sie in Ihrem Projektordner, welche Musik in welchem Video steckt.
So können Sie bei einer Abmahnung oder einem Content-ID-Streit auch Jahre später nachweisen, dass die Nutzung erlaubt war. Allgemeines zur Rechtslage: Ist Herunterladen legal?
Häufige Fragen
Darf ich Musik aus Spotify oder Apple Music in meine Videos einbauen?
Nein. Streaming-Abos erlauben nur das private Hören. Für Videos brauchen Sie eine Lizenz, die die Synchronisation mit Bildern ausdrücklich erlaubt.
Reicht es, wenn ich nur einige Sekunden eines Songs verwende?
Nein. Eine feste Sekundengrenze, unterhalb derer Musik frei nutzbar wäre, gibt es nicht. Auch kurze Ausschnitte bekannter Songs können geschützt sein.
Ist Musik mit dem Hinweis „No Copyright Music“ auf YouTube sicher?
Nicht automatisch. Viele solcher Kanäle laden fremde Musik hoch oder ändern ihre Bedingungen später. Laden Sie Musik besser direkt von der Seite des Künstlers oder einer der oben genannten Plattformen herunter.