Adobe Acrobat Reader herunterladen – ohne Zusatzsoftware
Den Adobe Acrobat Reader gibt es kostenlos unter get.adobe.com/de/reader für Windows und macOS, auf dem Handy in Google Play und im App Store. Auf der Download-Seite sind oft optionale Zusatzangebote, etwa Sicherheitsprogramme von Partnern, vorausgewählt – entfernen Sie diese Häkchen vor dem Klick auf „Herunterladen“.
Download ohne Zusatzangebote
- Öffnen Sie
get.adobe.com/de/reader. Die Seite erkennt Betriebssystem und Sprache automatisch. - Schauen Sie in den Bereich Optionale Angebote in der Mitte der Seite. Dort sind häufig ein oder zwei Häkchen für Partnerprogramme gesetzt, zum Beispiel Virenscanner-Testversionen oder Browser-Erweiterungen.
- Entfernen Sie alle Häkchen, die Sie nicht ausdrücklich wollen.
- Klicken Sie erst dann auf Acrobat Reader herunterladen.
Haben Sie die Häkchen übersehen, deinstallieren Sie das Zusatzprogramm einfach wieder unter Einstellungen › Apps › Installierte Apps. Warum Hersteller solche Beigaben einbauen und wie Sie sie generell erkennen, erklärt Bundle-Software vermeiden.
Adobe bietet auf seiner Seite für Unternehmensverteilung vollständige Installer ohne Zusatzangebote an. Diese eignen sich auch, wenn der Online-Installer wegen einer Firewall nicht funktioniert.
Installation unter Windows und Mac
Windows: Die heruntergeladene Datei ist ein kleiner Online-Installer, der die Programmdateien nachlädt. Nach der Installation fragt der Reader, ob er Standardprogramm für PDF-Dateien werden soll. Sie können das später unter Einstellungen › Apps › Standard-Apps für die Endung .pdf ändern.
Mac: Öffnen Sie die .dmg-Datei und starten Sie das Installationspaket. Für einfache Aufgaben genügt am Mac oft auch die vorinstallierte App „Vorschau“.
Adobe liefert den Reader inzwischen als gemeinsame App mit dem kostenpflichtigen Acrobat Pro aus. Ohne Abo laufen die Pro-Werkzeuge im gesperrten Modus und sind mit einem Schloss- oder Stern-Symbol gekennzeichnet. Bezahlen müssen Sie für den normalen Lesebetrieb nichts.
PDF-Formulare ausfüllen
Bei Behördenformularen, etwa vom Finanzamt oder der Kfz-Zulassungsstelle, gibt es zwei Arten:
- Interaktive Formulare haben eingebaute Felder. Klicken Sie hinein und tippen Sie. Mit Tab springen Sie zum nächsten Feld. Speichern Sie mit Strg + S.
- Nicht interaktive PDFs sind nur gescannte oder gedruckte Vorlagen. Öffnen Sie im Werkzeugbereich Ausfüllen und unterschreiben, klicken Sie an die gewünschte Stelle und schreiben Sie Text darüber. Häkchen und Kreuze setzen Sie über die Symbolleiste.
Manche Formulare laufen nur im Acrobat Reader richtig, weil sie Berechnungen oder Skripte enthalten. Browser zeigen solche PDFs zwar an, rechnen aber nicht immer korrekt. Wenn Felder sich nicht ausfüllen lassen, öffnen Sie die Datei deshalb im Reader statt im Browser.
PDFs unterschreiben
- Öffnen Sie Ausfüllen und unterschreiben und wählen Sie Selbst unterschreiben bzw. Unterschrift hinzufügen.
- Tippen, zeichnen (Maus oder Touchpad) oder importieren Sie ein Bild Ihrer Unterschrift.
- Platzieren Sie die Unterschrift im Dokument und speichern Sie.
Wichtig: Eine eingefügte Unterschrift ist rechtlich eine einfache elektronische Signatur. Für viele Alltagsdokumente genügt das. Wo das Gesetz die Schriftform verlangt, reicht sie nicht: Dann ist eine eigenhändige Unterschrift auf Papier nötig oder – sofern das Gesetz die elektronische Form zulässt – eine qualifizierte elektronische Signatur nach der EU-Verordnung eIDAS. Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses etwa muss in Deutschland immer auf Papier unterschrieben sein.
Was der kostenlose Reader nicht kann
| Aufgabe | Reader (kostenlos) | Kostenlose Alternative |
|---|---|---|
| Lesen, drucken, kommentieren | Ja | Browser |
| Formulare ausfüllen, unterschreiben | Ja | Firefox, Edge, Vorschau (Mac) |
| Text im PDF ändern | Nein (Abo) | Begrenzt: LibreOffice Draw |
| Word in PDF umwandeln | Nein (Abo) | „Exportieren als PDF“ in Word oder LibreOffice |
| PDFs zusammenfügen | Nein (Abo) | Vorschau (Mac), Open-Source-Werkzeuge |
Vorsicht bei Online-PDF-Konvertern: Wer Verträge, Steuerunterlagen oder Gesundheitsdaten hochlädt, gibt sie an einen fremden Server. Mit Blick auf die DSGVO sollten vertrauliche Dokumente lokal bearbeitet werden. Seien Sie außerdem misstrauisch bei Seiten, die „Acrobat Pro kostenlos“ versprechen – dahinter stecken oft Abofallen oder Schadsoftware (siehe Abofallen vermeiden).
Probleme lösen
PDF öffnet im Browser statt im Reader: Ändern Sie die Standard-App für .pdf in den Windows-Einstellungen. Im Browser selbst können Sie unter den Download-Einstellungen festlegen, dass PDFs heruntergeladen statt angezeigt werden.
Reader startet nicht oder stürzt ab: Wählen Sie im Menü Hilfe › Installation reparieren. Hilft das nicht, deinstallieren Sie ihn und laden den Installer neu herunter.
Häufige Fragen
Brauche ich den Acrobat Reader überhaupt?
Zum reinen Lesen nicht – alle modernen Browser zeigen PDFs an. Sinnvoll ist der Reader bei komplexen Formularen, digitalen Signaturen mit Zertifikat und bei großen Dokumenten mit vielen Kommentaren.
Ist die Handy-App ebenfalls kostenlos?
Ja, Lesen, Kommentieren und Ausfüllen sind kostenlos. Für Bearbeiten, Umwandeln und weitere Werkzeuge bietet die App ein Abo an, das Sie nicht abschließen müssen.
Muss ich mich bei Adobe anmelden?
Für die Desktop-Version auf dem PC in der Regel nicht. Die Anmeldung wird für Cloud-Speicher und das Teilen von Dokumenten verlangt; die App erinnert gelegentlich daran.