Windows 11 kostenlos upgraden: von Windows 10 umsteigen
Ist Ihr Windows 10 aktiviert und erfüllt der PC die Hardware-Anforderungen, ist das Upgrade auf Windows 11 kostenlos – über Windows Update oder den Installationsassistenten von Microsoft. Dateien und Programme bleiben dabei erhalten, und zehn Tage lang können Sie zurückwechseln. Wichtig: Die verlängerten Sicherheitsupdates (ESU) für Windows 10 sind für Privatkunden auf den 13. Oktober 2026 befristet – danach ist Windows 11 der einzige Weg zu weiteren Sicherheitsupdates.
Voraussetzungen prüfen
- Aktiviertes Windows 10: Unter Einstellungen › Update und Sicherheit › Aktivierung muss „Windows ist aktiviert“ stehen. Aus Windows 10 Home wird Windows 11 Home, aus Pro wird Pro.
- Kompatible Hardware: Die App PC-Integritätsprüfung von Microsoft sagt Ihnen, ob Prozessor, TPM 2.0 und Secure Boot passen – und wenn nicht, woran es liegt.
- Aktuelles Windows 10: Installieren Sie vorher alle ausstehenden Updates.
Meldet die PC-Integritätsprüfung fehlendes TPM oder Secure Boot, lohnt ein Blick ins UEFI-Setup: Bei Intel-PCs heißt das TPM oft „PTT“, bei AMD „fTPM“, und beides ist manchmal nur abgeschaltet. Ist der Prozessor zu alt, lässt sich das nicht ändern. Was dann zu tun ist, beschreibt Windows 10: Supportende und Alternativen.
Vorbereitung: Daten sichern und Platz schaffen
- Backup anlegen: Das Upgrade behält Ihre Dateien, aber Stromausfall oder Treiberfehler können es abbrechen. Kopieren Sie Dokumente und Fotos auf ein externes Laufwerk oder in die Cloud.
- Speicherplatz freimachen: Windows 11 braucht für das Upgrade spürbar freien Platz auf Laufwerk C:. Die Datenträgerbereinigung (Startmenü › „Datenträgerbereinigung“ › Systemdateien bereinigen) räumt alte Update-Reste auf. Weitere Tipps: Speicherplatz schaffen.
- Zubehör abstecken: Externe Festplatten, Kartenleser und USB-Hubs sind eine häufige Ursache für Abbrüche.
- Fremden Virenschutz prüfen: Ältere Versionen von Antivirenprogrammen blockieren das Upgrade. Aktualisieren Sie sie oder deinstallieren Sie sie vorübergehend; Microsoft Defender übernimmt solange.
- Laptop ans Netzteil: Das Upgrade dauert je nach Rechner eine bis zwei Stunden.
Upgrade starten: zwei Wege
Über Windows Update
Öffnen Sie Einstellungen › Update und Sicherheit › Windows Update. Ist Ihr PC freigegeben, erscheint dort „Das Upgrade auf Windows 11 ist bereit – und kostenlos!“ mit der Schaltfläche Herunterladen und installieren. Microsoft gibt das Upgrade schrittweise frei; Geräte mit bekannten Treiberproblemen bekommen es eventuell später.
Über den Installationsassistenten
- Laden Sie auf
microsoft.com/de-de/software-download/windows11den Installationsassistenten für Windows 11 herunter. - Starten Sie ihn und akzeptieren Sie die Lizenzbedingungen. Er prüft die Hardware erneut und lädt Windows 11 herunter.
- Der PC startet mehrmals neu. Schalten Sie ihn in dieser Phase nicht aus, auch wenn der Bildschirm länger stehen bleibt.
Alternativ öffnen Sie eine Windows-11-ISO per Doppelklick und starten setup.exe. Achten Sie darauf, dass Persönliche Dateien und Apps behalten ausgewählt ist.
Nach dem Upgrade
- Unter Einstellungen › System › Aktivierung prüfen, ob Windows 11 aktiviert ist – das geschieht beim Upgrade automatisch.
- Unter Einstellungen › Windows Update alle Updates und optionalen Treiber installieren, siehe Windows-Updates herunterladen.
- Die Taskleiste sitzt mittig. Unter Einstellungen › Personalisierung › Taskleiste › Verhalten der Taskleiste stellen Sie die Ausrichtung auf „Links“.
- Die Rückfalldateien im Ordner
Windows.oldbelegen viel Platz. Windows entfernt sie nach Ablauf der Rückkehrfrist selbst; wer sicher ist, löscht sie früher über die Datenträgerbereinigung („Vorherige Windows-Installation(en)“). Danach ist kein Zurück mehr möglich.
Zurück zu Windows 10
Innerhalb von zehn Tagen nach dem Upgrade können Sie unter Einstellungen › System › Wiederherstellung › Zurück wieder zu Windows 10 wechseln. Dateien bleiben erhalten, nach dem Upgrade installierte Programme müssen Sie eventuell neu installieren. Brauchen Sie mehr Zeit, verlängern Sie die Frist rechtzeitig in einer Administrator-Eingabeaufforderung mit DISM /Online /Set-OSUninstallWindow /Value:60 auf bis zu 60 Tage.
Bedenken Sie: Ein Rückwechsel bringt Sie auf ein System, das nach dem Ende der ESU keine Sicherheitsupdates mehr bekommt.
Wenn das Upgrade scheitert
| Fehler | Bedeutung | Lösung |
|---|---|---|
0xC1900101-… | Treiberproblem; Windows hat das Upgrade automatisch zurückgerollt | Treiber (Grafik, WLAN, Speicher-Controller) vom Hersteller aktualisieren, Zubehör abstecken |
0xC1900208 | Eine installierte App ist inkompatibel | Das Setup nennt die App; deinstallieren oder aktualisieren |
0x80070070 | Nicht genug Speicherplatz | Platz freimachen oder externes Laufwerk für temporäre Dateien anschließen |
| Upgrade wird nicht angeboten | Hardware nicht kompatibel oder Freigabe noch nicht erfolgt | PC-Integritätsprüfung ausführen; bei kompatibler Hardware Installationsassistenten nutzen |
Anleitungen, die Hardware-Prüfungen per Registry oder Fremd-Tools umgehen, führen zu einem Windows ohne Update-Garantie. Für einen Alltags-PC mit Online-Banking ist das keine sichere Lösung.
Häufige Fragen
Ist das Upgrade wirklich dauerhaft kostenlos?
Ja, für berechtigte Geräte mit aktivierter Windows-10-Lizenz fallen keine Kosten an, auch später nicht. Die Lizenz gilt als digitale Lizenz für die Hardware weiter.
Kann ich mit einem Windows-7- oder 8-Schlüssel kostenlos upgraden?
Microsoft hat diese Möglichkeit 2023 offiziell beendet. War der PC aber bereits mit Windows 10 aktiviert, besitzt er eine digitale Lizenz und ist berechtigt.
Bleiben meine Programme nach dem Upgrade erhalten?
In aller Regel ja. Sehr alte Programme oder Treiber können unter Windows 11 Probleme machen; das Setup warnt vor bekannten Inkompatibilitäten.
Was passiert nach dem 13. Oktober 2026 mit meinem Windows 10?
Es läuft weiter, erhält aber keine Sicherheitsupdates mehr. Das Risiko steigt mit jeder neu entdeckten Lücke, besonders bei Online-Banking und E-Mail.