Kostenlose Spiele für Kinder sicher herunterladen
Gute kostenlose Kinderspiele gibt es in Google Play, im App Store und als Browserspiele öffentlich-rechtlicher Sender – am besten ohne Werbung, Chat und In-App-Käufe. Achten Sie auf die Altersfreigabe, richten Sie vor dem ersten Spielen die Kindersicherung des Geräts ein und hinterlegen Sie keine Zahlungsmethode. Unabhängige Prüfstellen helfen bei der Auswahl.
Altersfreigaben richtig lesen
In Deutschland vergibt die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) Alterskennzeichen für Spiele. Für Apps und Online-Spiele geschieht das über das internationale IARC-System, dessen Ergebnis Google Play als USK-Kennzeichen anzeigt. Der App Store verwendet eigene Altersstufen von Apple.
| Kennzeichen | Bedeutung |
|---|---|
| USK 0 | Ohne Altersbeschränkung, keine beeinträchtigenden Inhalte |
| USK 6 | Ab 6 Jahren, z. B. leichte Spannung oder comichafte Konflikte |
| USK 12 | Ab 12 Jahren, z. B. Kampfhandlungen in Fantasy-Umgebungen |
| USK 16 und 18 | Für Kinder nicht geeignet |
Wichtig: Die Altersfreigabe sagt nur, ob ein Spiel Kinder beeinträchtigen kann, nicht ob es pädagogisch sinnvoll ist. Seit 2023 berücksichtigt die USK auch Risiken wie In-Game-Käufe, Zufallsbelohnungen und Chats mit Fremden und nennt sie als Zusatzhinweis neben dem Alterskennzeichen. Diese Hinweise sind für Eltern oft aufschlussreicher als die Zahl selbst.
Wo Eltern gute Gratisspiele finden
- Öffentlich-rechtliche Kinderangebote: KiKA, die Sendung mit der Maus und andere Kindersendungen bieten Spiele im Browser und eigene Apps an. Sie sind werbefrei, ohne Käufe und für Kinder gestaltet.
- Datenbank „Apps für Kinder“: Das Deutsche Jugendinstitut bewertet Kinder-Apps nach Inhalt, Bedienung, Werbung und Datenschutz.
- Spieleratgeber NRW: Pädagogische Beurteilungen von Computer- und Konsolenspielen mit Altersempfehlung.
- klick-tipps.net und Seitenstark: Empfehlungen für gute Kinderseiten und -Apps, getragen von Jugendschutz- und Medienpädagogik-Einrichtungen.
Bei bekannten Plattformen lohnt ein genauer Blick: Roblox ist kostenlos, enthält aber Chats und Käufe und braucht deshalb Elterneinstellungen. Minecraft kostet einmalig, lässt sich aber im Einzelspielermodus ohne Kontakt zu Fremden spielen. Fortnite hat eine USK-12-Einstufung und Sprachchat; Epic bietet für jüngere Kinder eingeschränkte Konten mit deaktivierten Kommunikations- und Kauffunktionen.
Am PC finden Sie kindgerechte Open-Source-Spiele ohne Werbung, etwa den Fun-Racer SuperTuxKart. Weitere legale Gratisspiele stellt kostenlose PC-Spiele vor. Für Kartenspiele mit Großeltern eignet sich Solitaire.
Checkliste vor dem Download
- Spiel selbst anspielen: Zehn Minuten reichen, um Werbung, Kaufaufforderungen und Chat zu erkennen.
- Hinweise im Store: „Enthält Werbung“ und „In-App-Käufe“ stehen bei Google Play direkt unter dem Namen.
- Werbung prüfen: Gratisspiele für Kinder zeigen oft Anzeigen für andere Spiele, die nicht altersgerecht sind. Spiele mit Vollbildwerbung sind für Kinder unter acht Jahren ungeeignet, weil sie Werbung und Spiel kaum unterscheiden.
- Kommunikation: Gibt es einen freien Chat, Sprachchat oder Freundschaftsanfragen von Fremden? Lässt sich das abschalten?
- Datenschutz: Im Abschnitt „Datensicherheit“ bzw. „App-Datenschutz“ steht, ob Daten für Werbung genutzt werden.
Kindersicherung einrichten
| Gerät | Werkzeug | Was es kann |
|---|---|---|
| Android | Google Family Link | Apps und Käufe genehmigen, Altersgrenze für Google Play, Bildschirmzeit |
| iPhone/iPad | Familienfreigabe und Bildschirmzeit | Kaufanfrage, Inhaltsbeschränkungen nach Altersstufe, App-Limits |
| Windows und Xbox | Microsoft Family Safety | Altersgrenzen, Ausgabenlimit, Spielzeit |
| PlayStation | Familienverwaltung | Altersstufen, Ausgabenlimit, Kommunikation |
| Steam | Steam-Familien | Bibliothek beschränken, Käufe genehmigen |
Auch ohne Kinderkonto können Sie in Google Play unter Profilbild › Einstellungen › Familie › Jugendschutzeinstellungen eine Altersgrenze für Apps und Spiele festlegen, geschützt durch eine PIN. Auf dem iPhone finden Sie die Entsprechung unter Einstellungen › Bildschirmzeit › Beschränkungen › Inhaltsbeschränkungen › Apps.
Kostenfallen und was bei Fehlkäufen hilft
Seiten und Videos, die kostenlose Robux, V-Bucks oder Juwelen versprechen, wollen Zugangsdaten, Telefonnummern oder Abos. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es solche Angebote nicht gibt. Mehr unter Abofallen vermeiden.
Hat ein Kind ohne Ihr Einverständnis gekauft, ist der Vertrag nach deutschem Recht zunächst schwebend unwirksam (§ 108 BGB); ohne Ihre Genehmigung wird er nicht wirksam. Der sogenannte Taschengeldparagraf (§ 110 BGB) greift nur, wenn das Kind mit Mitteln bezahlt, die ihm zur freien Verfügung überlassen wurden. Praktisch beantragen Sie die Erstattung direkt bei Google über den Kaufverlauf bzw. bei Apple über reportaproblem.apple.com.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter dürfen Kinder Online-Spiele mit Chat spielen?
Eine feste gesetzliche Grenze gibt es dafür nicht. Viele Plattformen setzen in ihren Nutzungsbedingungen ein Mindestalter von 13 Jahren oder verlangen darunter die Zustimmung der Eltern. Entscheidend ist, dass Chats eingeschränkt sind und Kinder wissen, wie sie Fremde melden.
Sind werbefreie Kinderspiele immer kostenpflichtig?
Nein. Die Angebote öffentlich-rechtlicher Sender und viele Open-Source-Spiele sind werbefrei und kostenlos. Daneben gibt es Kaufspiele ohne Zusatzkäufe, die sich oft mehr lohnen als „kostenlose“ Spiele mit Kaufdruck.
Reicht der Flugmodus als Schutz?
Für Offline-Spiele ja: ohne Internet keine Werbung, keine Chats, keine Käufe. Welche Spiele so funktionieren, steht unter Offline-Spiele fürs Handy.