AMD-Treiber herunterladen: Radeon-Grafik und Ryzen-Chipsatz
AMD-Treiber laden Sie kostenlos unter amd.com/de/support/download/drivers.html: für Radeon-Grafikkarten das Paket „AMD Software: Adrenalin Edition“, für Ryzen-Mainboards separat den Chipsatztreiber. Ein Erkennungstool von AMD findet die passenden Treiber automatisch. Bei Notebooks und Komplett-PCs haben die Treiber des Geräteherstellers oft Vorrang.
Welche AMD-Treiber gibt es?
| Treiber | Wofür | Wer braucht ihn? |
|---|---|---|
| AMD Software: Adrenalin Edition | Radeon-Grafikkarten und Ryzen-Prozessoren mit integrierter Grafik | Gaming- und Heim-PCs |
| AMD Software: PRO Edition | Radeon-PRO-Karten, zertifiziert für Profi-Software | Workstations |
| Chipsatztreiber | Mainboard-Funktionen, Energieverwaltung, Prozessor-Steuerung | Alle PCs mit Ryzen-Prozessor |
Welche Grafik Ihr PC hat, sehen Sie im Geräte-Manager › Grafikkarten. Den Prozessor zeigt Einstellungen › System › Info.
Automatisch erkennen lassen
- Öffnen Sie die AMD-Treiberseite und laden Sie das Werkzeug zur automatischen Erkennung (Auto-Detect and Install) für Windows.
- Starten Sie es. Das Tool erkennt Radeon-Grafik und Ryzen-Chipsatz und schlägt die passenden Pakete vor.
- Bestätigen Sie die Installation. Für die Grafik installiert es die Adrenalin-Software.
- Starten Sie den PC neu.
Prüfen Sie beim Start der Datei, ob Windows als Herausgeber „Advanced Micro Devices, Inc.“ anzeigt. Weitere Prüfmethoden finden Sie unter Datei auf Viren prüfen.
Grafiktreiber manuell installieren
- Wählen Sie auf der Treiberseite Grafik, dann die Produktfamilie (zum Beispiel „AMD Radeon RX …“) und Ihr Modell. Für die integrierte Grafik wählen Sie unter Prozessoren mit Grafik Ihren Ryzen-Prozessor.
- Bestätigen Sie die Auswahl und laden Sie das Paket für Ihr Windows.
- Starten Sie den Installer. Bei der Installationsart können Sie zwischen dem vollständigen Paket und einer minimalen Variante bzw. reinem Treiber wählen, wenn Sie die Zusatzfunktionen nicht nutzen.
- Die Adrenalin-Software meldet künftig neue Versionen selbst. Eine manuelle Suche starten Sie in den Einstellungen der Software im Bereich für Treiber und Software.
Bei Notebooks mit Ryzen-Prozessor passen Hersteller wie Lenovo, HP, Asus oder Acer die Grafiktreiber häufig an Kühlung und Energieverwaltung an. AMDs Installer meldet manchmal, dass das Gerät nicht unterstützt wird. Nehmen Sie dann den Treiber von der Supportseite des Herstellers. Mit Windows Update erhalten Sie dessen geprüfte Version ebenfalls.
Chipsatztreiber für Ryzen
Der Chipsatztreiber ist unscheinbar, aber wichtig: Er sorgt unter anderem dafür, dass Windows den Prozessor richtig taktet und Energiesparpläne korrekt arbeiten. Gerade bei selbst gebauten PCs wird er oft vergessen.
- Quelle: AMD-Treiberseite › Chipsätze › Sockel Ihres Mainboards (etwa AM4 oder AM5) › Chipsatz. Alternativ finden Sie ihn auf der Supportseite des Mainboard-Herstellers.
- Reihenfolge: Installieren Sie nach einer Windows-Neuinstallation zuerst den Chipsatztreiber, danach den Grafiktreiber.
- BIOS-Updates gehören nicht zum Chipsatztreiber. Sie kommen ausschließlich vom Mainboard- oder PC-Hersteller.
Sauber neu installieren
Nach einem Wechsel von einer NVIDIA- auf eine AMD-Karte oder bei hartnäckigen Grafikfehlern sollten alte Treiberreste weg. Der AMD-Installer bietet dafür die Option Werkseinstellungen wiederherstellen bzw. „Factory Reset“, die vorherige AMD-Treiber vor der Neuinstallation entfernt. Zusätzlich stellt AMD ein eigenes AMD Cleanup Utility bereit. Beim Umstieg von NVIDIA entfernen Sie zuvor den NVIDIA-Treiber, wie auf der Seite zu NVIDIA-Treibern beschrieben.
Probleme lösen
- Fehler 182 oder „Inkompatible Hardware erkannt“: Der Treiber passt nicht zum Gerät, häufig bei angepassten Notebook-Grafiken. Verwenden Sie den Treiber des Geräteherstellers.
- Windows Update überschreibt den Treiber: Installieren Sie die gewünschte Version erneut; danach bleibt sie meist bestehen. Bei großen Windows-Funktionsupdates kann sich der Vorgang wiederholen.
- Bildschirm flackert oder Spiele stürzen ab: Setzen Sie in der Adrenalin-Software Übertaktungen und Tuning-Profile zurück und testen Sie ohne Zusatzfunktionen wie Overlays.
- Linux: AMD-Grafik wird unter Ubuntu und anderen Distributionen meist direkt vom Kernel unterstützt; ein separater Download ist in der Regel nicht nötig.
Tools, die alle Treiber „mit einem Klick“ aktualisieren wollen, und Treiber-Sammelportale installieren häufig falsche Versionen oder Werbesoftware. Laden Sie AMD-Treiber nur bei AMD, Ihrem PC-Hersteller oder über Windows Update. Mehr dazu unter Bundle-Software vermeiden.
Häufige Fragen
Ist die Adrenalin-Software Pflicht?
Der Treiber ist Pflicht, die Oberfläche mit Zusatzfunktionen nicht. Bei der Installation lässt sich eine schlankere Variante wählen.
Brauche ich für einen Intel-Prozessor mit Radeon-Karte den AMD-Chipsatztreiber?
Nein. Der AMD-Chipsatztreiber ist nur für Mainboards mit AMD-Prozessor gedacht. Bei Intel-Systemen gehören die Chipsatztreiber zu Intel bzw. zum Mainboard-Hersteller – siehe Intel-Treiber.
Kann ich zu einer älteren Treiberversion zurück?
Ja. AMD listet auf der Treiberseite auch frühere Versionen. Alternativ nutzen Sie im Geräte-Manager die Option „Vorheriger Treiber“.
Kosten AMD-Treiber etwas?
Nein, alle Treiber und die Adrenalin-Software sind kostenlos.